Mit allen geeigneten Mitteln

sollen Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Versicherten wiederhergestellt werden. Ein gesetzlicher Auftrag – und für uns täglich Ansporn, Mittel, Maßnahmen und Angebote immer weiter zu verbessern.

Gut versorgt

Ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit stellen für Betroffene einen erheblichen Einschnitt im Leben dar, unter Umständen mit langwierigen und belastenden Folgen. Dies macht den persönlichen Kontakt so unerlässlich – vor Ort und im persönlichen Gespräch werden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BG BAU gemeinsam mit den Versicherten bestmögliche Lösungen für ein optimales Heilverfahren und eine umfassende Teilhabe gesucht. Nach einem schweren Arbeitsunfall steht betroffenen Versicherten eine Reha-Managerin oder ein Reha-Manager der BG BAU zur Seite. Alle Maßnahmen werden gemeinsam in enger Abstimmung mit allen Beteiligten – Versicherte, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Dienstleister, andere Kostenträger sowie Arbeitgebende – entwickelt und umgesetzt. „Reha vor Rente“ – dafür möchten wir Versicherte optimal unterstützen und motivieren.

Im Jahr 2019 haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reha-Managements

mehr als 19.000 persönliche Gespräche

mit Versicherten geführt, um sie nach ihrem Arbeitsunfall oder ihrer Berufskrankheit erstmals zu beraten oder einen Reha-Plan zu erstellen.

Es ist uns wichtig, so früh wie möglich zu beraten, die Fragen von verletzten Versicherten zu kennen und zu beantworten. Deshalb sind wir in vielen Kliniken regelmäßig präsent.

Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) – was ist das?

Unfallverletzte mit schwersten Verletzungen benötigen eine sofortige besondere unfallmedizinische Behandlung und müssen in speziellen Krankenhäusern der Akutversorgung vorgestellt werden. Die Zuweisung richtet sich dabei nach dem Verletzungsartenverzeichnis. Hierin ist geregelt, welche Fälle dem Schwerstverletzungsartenverfahren zuzuordnen sind. Hierfür geeignet sind Krankenhäuser, die im Hinblick auf die Schwere der Verletzungen spezielle personelle, apparative und räumliche Anforderungen erfüllen und zur Übernahme bestimmter Pflichten bereit sind.

  • Erklärfilm: Unsere Reha-Koordinatoren und Reha-Koordinatorinnen
  • Bildquelle: BG BAU

Unsere Tür steht offen: Die BG BAU Sprechstunde

„Die Versicherten müssen sich meist in einer völlig neuen Lebenssituation einrichten“, weiß Nicole Hallerberg. Sie unterstützt Verletzte in der BG Ambulanz Bremen mit Kompetenz und Erfahrung, damit Leistungen schnell und unbürokratisch festgestellt werden können.

In der Phase der intensiven ambulanten Behandlung nach einem Arbeitsunfall brauchen Versicherte Energie und Zeit für Therapien und begleitende ärztliche Untersuchungen. Dabei möchte die BG BAU unterstützen und möglichst unbürokratisch Ansprüche auf Verletztengeld, Fahrtkostenerstattung, Hilfsmittel oder eine Haushaltshilfe klären und feststellen. In der BG Ambulanz Bremen haben wir dazu eine Sprechstunde eingerichtet, in der Reha-Managerinnen und Reha-Manager Versicherte beraten und sich mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Dienstleistern, anderen Kostenträgern sowie Arbeitgebenden abstimmen. Damit die notwendige Unterstützung genau dann zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird und sich die Betroffenen auf ihre Gesundung konzentrieren können. Das Angebot in Bremen wurde sehr gut angenommen, sodass wir die offene Sprechstunde auf die BG Ambulanz in Berlin ausgeweitet haben.

Mit rund 340 Beratungen unterstützten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BG BAU im Jahr 2019 Versicherte vor Ort. Auch Ärztinnen und Ärzte profitieren von dieser Dienstleistung: Schnelle und einfache Prozesse sparen Verwaltungszeit, die sie besser in den Kontakt mit Patientinnen und Patienten investieren können.

Frühzeitig vorbeugen: mit dem Knie- oder Rückenkolleg

Damit es bei der Arbeit, aber auch im Alltag rundläuft, müssen die Gelenke gesund und belastbar sein. Kniegelenke und Wirbelsäule sind bei Beschäftigten im Baugewerbe und in den baunahen Dienstleistungen häufig stark und dauerhaft beansprucht. 

Die BG BAU bietet Versicherten mit dem Kniekolleg und – seit 2019 neu in einem Pilotprojekt – dem Rückenkolleg ein kostenloses gezieltes Training an, um Entzündungen, Verschleißerscheinungen und Bewegungseinschränkungen zu verhindern und einer Berufskrankheit vorzubeugen.

Das Programm besteht aus verschiedenen Elementen:

  • Professionelle Diagnostik
  • Umfassende medizinische und therapeutische Betreuung
  • Ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm
  • Zusätzliche Angebote, die sich im Alltag umsetzen lassen, z. B. Ernährungsberatung, ergonomische Beratung für den Arbeitsplatz

Hier gibt es das Angebot:

Kniekolleg BG Ambulanz Bremen
BG Klinikum Hamburg
NEU: BG Klinik Ludwigshafen
NEU: Rückenkolleg BG Ambulanz Bremen
BG Klinikum Hamburg

Die Entwicklung von Kniegelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen in Zahlen:

Nach einer Analyse des wissenschaftlichen Instituts der AOK wurde im Jahr 2019 fast ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage im Baugewerbe durch Gelenkerkrankungen verursacht.

„Dabei gibt es praktische Maßnahmen, mit denen sich Beanspruchungen verringern lassen“, sagt Bernhard Arenz, Präventionsleiter der BG BAU. Für alle Gewerke stehen geeignete Arbeitsmittel zur Verfügung – von technischen Lösungen über entsprechend ausgerüstete Arbeitskleidung. Auch hier steht Prävention vor Entschädigung, deshalb fördern wir Investitionen mit unseren Arbeitsschutzprämien.

 Weiterführende Informationen


  • „Offenes Ohr für Versicherte“ – die BG BAU aktuell 2-2019 über die BG BAU Sprechstunde in Bremen und Berlin
  • Kniekolleg
    Teilnahmevoraussetzungen, Ablauf, Anmeldung und mehr
  • „Knie gezielt trainieren“ – die BG BAU aktuell 3-2019 über das Kniekolleg in der BG Klinik Ludwigshafen und die Erfahrungen eines Teilnehmers
  • Rückenkolleg
    Teilnahmevoraussetzungen, Ablauf, Anmeldung und mehr